Seltsame Tage
„Viele sagen: Die Augen sind das Fenster zur Seele.
Ich sage: Die Augen sind die Tore zur Unendlichkeit.“
In ihnen spiegeln sich Universen.
In ihnen liegt das Geheimnis der Schöpfung verborgen.
Die Liebe des Schöpfers entfaltet sich in der Farbenpracht jedes Details.
Seltsame Zeiten bringen seltsame Kreaturen hervor.
Seltsame Menschen, die seltsame Werke erschaffen.
Seltsame Tage, wenn der Regen dein Gesicht trifft.
Seltsame Momente, wenn Sterne vom Himmel fallen.
Ich höre eine seltsame Sprache.
Seltsame Gedanken.
Ich will durchbrechen.
Ich will schwimmen mit den Sternen.
Wenn sie fallen, werde ich sie reiten.
Gesichter verschwinden im Nebel.
Vögel lernen zu schwimmen, Fische fliegen satt durch die Luft.
Kreaturen kriechen aus den dunkelsten Ecken der Welt.
Schleimige, gierige Männer hetzen nach Fleisch.
Kinder werden mit Schwertern in den Händen geboren.
Wälder versinken in Sümpfen.
Blumen verlieren ihren Duft.
Seltsame Erde.
Absurde Gedanken.
Krieg dominiert die Welt.
Der Himmel leuchtet blutrot.
Der Mond ist schwarz.
Nur der Donner spricht noch.
Engel fallen wie Blitze auf die Erde.
Falsche Götter verfluchen uns.
Gib mir die Donnerhand
und das Schwert aus den Wolken.
Ich werde die Flüsse teilen
und den Himmel befreien.
Wo ist der Wein?
Wo ist der goldene Honig?
Kälte breitet sich über das Land der Heuchler aus.
Sie fürchten das Feuer und heulen über die Kälte.
Sie wissen, was kommt, doch gestehen nichts ein.
Sie verdrehen die Wahrheit – darin sind sie Meister.
Die Menschen fragen: „Was ist Wahrheit?“
Die Pharisäer antworten: „Das, was geschrieben steht.“
Ihr Heuchler –
Papier könnt ihr verdrehen,
doch nicht die Sprache, die wir im Herzen tragen.
Viele hören die Worte ihres Herzens nicht.
Und wenn sie sie hören, verstehen sie sie nicht.
Angst wurde ihnen in die Organe gepflanzt.
Gott gab uns den freien Willen,
doch die Heuchler nahmen ihn uns,
indem sie uns mit Dogmen überschütteten.