Manchmal frage ich mich, wer wir wirklich sind.
Nicht die Namen, nicht die Rollen, nicht die Geschichten,
die wir uns erzählen.
Sondern wir — das Wesen hinter den Augen.
Ich beobachte den Menschen seit Jahren wie ein Philosoph,
und je länger ich schaue,
desto fremder wirken wir auf dieser Erde.
Warum müssen wir uns anziehen?
Warum müssen wir uns ständig pflegen, putzen, schützen?
Warum leben wir gegen die Natur, statt mit ihr?
Vielleicht, weil wir nicht von hier sind.
Es gibt eine Theorie, die mich nicht loslässt:
Dass die „Aliens“, die wir angeblich sehen,
niemand anderes sind als wir selbst —
Menschen aus der Zukunft, die zurückkehren.
Keine fremden Wesen.
Nur Spiegel.
Wir haben unzählige Planeten entdeckt,
doch keinen einzigen Hauch von Leben gefunden.
Vielleicht, weil das Leben, das wir suchen,
in Wahrheit wir selbst sind.
Ich denke oft an die Schöpfungsgeschichte.
Gott erschuf das Universum, die Sterne, die Erde,
das Wasser, die Pflanzen, die Tiere.
Und dann… den Menschen.
Aber nicht hier.
Nicht auf dieser Erde.
Denn die Engel sollten sich vor ihm verneigen,
und Iblis tat es nicht —
und wurde aus dem Himmel verbannt.
Wie kann man aus dem Himmel verbannt werden,
wenn alles auf der Erde geschah?
Für mich ist das ein stiller Hinweis:
Wir sind Gäste auf diesem Planeten.
Reisende.
Fremde.
Vielleicht sogar ein Experiment.
Vielleicht ein Geschenk.
Vielleicht ein Fehler.
Aber eines steht fest:
Gute Gäste waren wir bisher nicht.